"In Christus vorbereitet - geistig, seelisch, zeitlich"
Pfahlmotto 2026
“Wandle in der Sanftmut meines Geistes, dann wirst du Frieden haben in mir”
LuB 19:23
Die Geschichte des Wombat
Im Jahr 2019 erlebte Australien den sogenannten Black Summer eine der schlimmsten Waldbrände der Geschichte. Wochenlang stand das Land in Flammen. Über 20 Prozent der Wälder Australiens wurden vernichtet, Hunderttausende von Menschen wurden evakuiert. Und man schätzt, dass bis zu drei Milliarden Tiere starben.
Ein Kontinent stand in Flammen, und mit ihm ein Teil seines Lebens.
Doch mitten in dieser Zerstörung gab es eine stille, fast unscheinbare Hoffnungsgeschichte: Die Geschichte des Wombats.Ein Wombat ist ein pflanzenfressendes Säugetier, das etwa 1m lang und ca 30 kg schwer ist. Ein Wombat sieht ein bisschen aus wie eine Mischung aus einem kleinen Bären und einem riesigen Meerschweinchen.
Der Wombat ist kein schneller Läufer. Er kann nicht springen wie das Känguru, nicht fliegen wie der Kakadu, und er trägt kein auffälliges Fell oder Stachelkleid, das Eindruck macht.
Er wirkt eher wie ein gemütlicher, etwas störrischer Nachbar, der seine Ruhe will. Aber der Wombat
besitzt eine andere, viel wichtigere Fähigkeit:Er gräbt. Mit scharfen und kräftigen Pfoten baut er Tunnel und Kammern tief in die Erde, ganze unterirdische
Labyrinthe. Diese Bauten sind nicht zufällig, sie sind durchdacht, kühl im Sommer, warm im Winter
und sicher vor Feinden. Und wenn das Feuer kommt, wenn die Oberfläche zu einer Gluthölle wird,
bleibt der Wombat unten. Dort, unter der Erde, ist er mit seiner Familie sicher.
Bevor in Australien die riesigen Waldbrände wüteten, stellten Forscher kleine Kameras vor die
Höhlen der Wombats. Sie wollten mehr über die Wombats herausfinden. Und wisst ihr, was sie sahen?
Die Wombats hatten nicht nur sich selbst während der Waldbrände gerettet. Ihre tiefen Tunnel wurden zu Zufluchtsorten für viele andere Tiere: kleine Kängurus, Koalas, Eidechsen, Kaninchen, Echidnas und sogar Vögel. Alle suchten Schutz in den sicheren, unterirdischen Gängen der Wombats.
Ohne es zu wissen, hatte der Wombat etwas Wundervolles getan: Er hatte eine kleine Arche gebaut,
eine Rettungsinsel unter der Erde. Manchmal gibt es im Leben Momente, in denen es „brennt“, nicht durch echtes Feuer, sondern durch Streit, Angst, Einsamkeit oder Trauer. Genau dann können auch wir wie der Wombat sein.Wenn wir Jesus Christus nachfolgen, schaffen wir Orte der Sicherheit: in unseren Familien und in unserer Gemeinde. Orte, an denen Frieden, Vertrauen und Hoffnung wohnen.
Helfen wir einander. Schauen wir zueinander. Seien wir gute Freunde und Nachfolger Jesu Christi.
«darum folgt mir nach und tut das, was ihr mich habt tun sehen» (2.Nephi 31:12)In unserem Pfahl leben Menschen aus vielen Teilen der Welt.
Wir sind so vielfältig wie die Tiere in den Wombat-Höhlen: Lamas aus Südamerika, Bisons aus Nordamerika, Elefanten aus Afrika, Pandas aus Asien, Igel aus Europa, Koalas aus Australien und Meeresschildkröten aus den Inseln Ozeaniens. Jeder ist anders und genau das macht unsere Gemeinden stark und schön.
Und genau wie die Tiere beim Waldbrand suchen auch heute viele Menschen Schutz, manchmal
körperlich aber besonders geistig. Unser Pfahl kann wie ein sicherer Wombat-Bau sein, ein Ort, an
dem niemand allein bleiben muss.
Erzählt vom Pfahlpräsidenten Lukas Wiesner,
an der Pfahlkonferenz im November 2025.
Ein Kontinent stand in Flammen, und mit ihm ein Teil seines Lebens.

Die Wombats hatten nicht nur sich selbst während der Waldbrände gerettet. Ihre tiefen Tunnel 
